Kann die medizinische Forschung vom Mitteilungsbedürfnis in den sozialen Netzwerken profitieren?

„Digitale Epidemiologie“ heißt das Forschungsgebiet von Marcel Salathé, Professor der ETH Lausanne. Dabei erforscht er, ob das Mitteilungsbedürfnis auf den sozialen Netzwerken wie Twitter & Co. die Forschung vorantreiben kann, ob Anfragen bei Suchmaschinen wie Google eine Grippewelle erkennen. Dabei zeigen sich enorme Möglichkeiten aber auch Grenzen.

Ist man krank, googelt und twittert man

Sehr viel früher als beispielsweise Bundesämter und Statistik-Unternehmen hat Google die Daten, so lautet der Forschungsansatz.

Es wird analysiert, wenn Patienten Suchanfragen beispielsweise zu Grippesymptomen eingeben oder auf den sozialen Netzwerken mitteilen, dass sie krank sind. So hat Prof. Salathé schon Nebenwirkungen zu einem Medikament herausgefunden. Die Patienten posten, tweeten und googeln. Diese Daten wurden gesammelt und entsprechend ausgewertet.

Zwei große Herausforderungen gibt es, so die Forschungsgruppe. Da ist zum einen die große Datenmenge und das Filtern und das Analysieren der „richtigen“ Daten und zum anderen, dass wichtige Daten geschützt sind und man auf diese somit verzichten muss. Um die Daten zu filtern, werden neue Technologien aus dem Bereich des maschinellen Lernens genutzt. Damit werden wiederum zwei Forschungsgebiete miteinander verknüpft. Darin sieht Prof. Salathé ein enormes Potential, wenn alle Daten zusammenfließen können. Man wird von diesem spannende Thema sicherlich in Zukunft noch mehr hören.

 

computer-1149148_1280Quelle der Grafik pixabay

Beitrag mit Audio unter:
http://www.srf.ch/news/panorama/social-media-als-fiebermesser-der-gesellschaft

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