Ergebnis aus sechs Umfragen: Wie denken Ärzte über Digital Health?

Der digitale Patient, Bertelsmann Stiftung, hat sich sechs Online-Befragungen aus den Jahren 2016 und 2017 angeschaut und miteinander verglichen. Ziel war es, herauszufinden, ob aus den heterogenen Umfragen zum Thema „Digital Health“ ein eindeutiges Bild abzuleiten ist, um zu sehen wie die Ärzteschaft in Deutschland über den Einsatz in der Praxis denkt. Die Umfragen sind zwar nur bedingt vergleichbar, doch, so das Ergebnis, gibt es tendenziell eine positivere Grundhaltung der Ärzteschaft zu Digital Health als vermutet.

Folgende Umfragen mit dem Themenschwerpunkt „Digitale Gesundheit“ aus den Jahren 2016 und 2017 wurden verglichen und analysiert:

Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2016: Digitalisierung des Arztberufs
374 niedergelassene Ärzte, Stiftung Gesundheit, 2016

Arzt-Umfrage: Motive zur Nutzung von Online-Terminlösungen
1.382 bei Jameda registrierte Ärzte, Jameda,  2016

Wie bereit sind die Ärzte für Videosprechstunden?
386 bei Coliquio registrierte Haus- und Fachärzte, Coliquio, 2017

Studie: Arzt & Digitalisierung
1.346 bei Jameda registrierte Ärzte, Jameda, 2017

Gesundheit 4.0 – Wie Ärzte die digitale Zukunft sehen
477 Ärzte, Bitkom und Hartmannbund, 2017

Realitäts-Check – Nutzen Ärzte Health Apps?
252 bei Coliquio registrierte Ärzte, Coliquio,  2017

Trotz der eingeschränkten Vergleichbarkeit der Ergebnisse kann man festhalten, dass das größte Potential in der Verbesserung der Kommunikation von Behandler und Patient gesehen wird. Auch wurden folgende Vorteile genannt: Zeitersparnis und die Nutzung von digitalen Technologien bei der Behandlung. In den oben genannten Umfragen zeigten sich aber, dass Ärzte vor allem die Sorge um den Datenschutz und die IT-Sicherheit haben.

Die Online-Video-Sprechstunde war in allen Umfragen ein Thema. Doch nur wenige setzen die Technik ein. Dabei liegt die Nutzung von Online-Terminvereinbarung zwischen 10 und 33 %. Dabei wird dieses Serviceangebot eher im niedergelassenen Bereich angeboten als bei Krankenhausärzten. Gesundheits-Apps sind ein Thema in den Praxen. Hier gibt es zwar abweichende Angaben, aber Ärzte sprechen mit Ihren Patienten über die Möglichkeiten.

Das Fazit lautet, dass die Vergleichbarkeit zwar sehr eingeschränkt ist, aber trotzdem die Tendenz erkennbar ist, dass die Grundhaltung der Ärzteschaft gegenüber der Digitalisierung positiv ist, auch wenn derzeit noch etwas zögerlich digitale Angebote als Service angeboten und genutzt werden.

In dem Beitrag „Mehrheit der Ärzte sieht Digitalisierung und Online-Praxismarketing positiv“ habe ich mich mit der Studie von Jameda „Arzt & Digitalisierung“ genauer beschäftigt. Auch hier war das Fazit, dass niedergelassene Mediziner einer Digitalisierung grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Dabei wurde auch deutlich, dass je mehr sich ein Mediziner mit den digitalen Gesundheitsangeboten auseinandersetzt und diese nutzt, desto überzeugter ist er vom Nutzen.

Weitere Links:

https://www.jameda.de/presse/pressemeldungen/meldung179/ergebnispraesentation.pdf

https://blog.der-digitale-patient.de/synopse-aerztebefragungen-digital-health/


Das Projekt „Der digitale Patient“
Mit ihrem Projekt „Der digitale Patient“ will die Bertelsmann Stiftung in Form von Analysen und Konzepten sowie mit verschiedenden Diskursformaten dazu beitragen, dass neue technologische Ansätze in den Dienst der Gesundheit gestellt werden. Weitere Informationen hier.


Quelle/Grafik Titelbild, www.pixabay.com

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