Aktuelle Studie: Patienten sind zufrieden mit den Gesundheits- informationen aus dem Internet

Das Internet bietet eine Fülle von Gesundheitsinformationen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt wie Menschen Gesundheitsinformationen finden und wonach sie suchen. Außerdem zeigt die Untersuchung, wie Patienten in Deutschland „Dr. Google“ nutzen, welche Chancen das Internet für das Arzt-Patienten-Verhältnis bietet und welche Herausforderungen zu meistern sind.

Mehr als die Hälfte der Patienten sind zufrieden
Mehr als die Hälfte der Patienten sind mit den online gefundenen Informationen zur Gesundheit zufrieden und viele holen sich Rat bei „Dr. Google“, so die Studie. Die Ergebnisse basieren auf zwei Untersuchungen: Tiefeninterviews mit Patienten und eine repräsentative Bevölkerungsumfrage. Veröffentlicht hat die Bertelsmann Stiftung in SPOTLIGHT Gesundheit: Gesundheitsinfos.

„Dr. Google“ liefert
Die Tiefeninterviews, die das Marktforschungsinstitut Rheingold im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat, zeigten, dass Patienten bei „Dr. Google“ alles finden, was sie suchen. Patienten nehmen „Dr. Google“ in Anspruch, um ärztliche Empfehlungen zu „überprüfen“, sich über Behandlungsmethoden zu informieren, Entscheidungshilfen zu suchen, alternative Erklärungen und Lösungen zu finden. Wichtig ist auch der Austausch. Die Recherche, so die Studie, gibt den Suchenden ein Trost und Halt, Sicherheit und kann auch aufmuntern.

Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung:
„Anders als vielfach behauptet, ist das Internet ein geschätzter Ratgeber. Patienten finden, wonach sie suchen.“

Arzt-Patienten-Verhältnis
Die Ergebnisse zeigen auch, dass nach Gesprächen mit Ärzten und Angehörigen oder Freunden zu den drei am häufigsten Informationsquellen in Gesundheitsfragen gehört. Gut 60 % der Ärzte gehen laut Patienten auf die selbst recherchierten Infos ein. Bislang verweisen allerdings nur 40 % der Ärzte auf gute Informationsquellen und nur ein Fünftel ermutigt ihre Patienten, sich selbst zu informieren. 14 % raten davon ab.

Auf die Frage, wie Gesundheitsinformationen online besser für gute Behandlungsergebnisse genutzt werden können, empfehlen die „Studienmacher“ folgende drei Punkte:

1. Alle Akteure im Gesundheitssystem sollten die Vielfalt von Gesundheitsinformationen anerkennen: Sie erfüllt die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patienten. Außerdem könnten Elektronische Patientenakten als Plattform dienen, um Gesundheitsinfos für Patienten bereitzustellen.
2. Ärzte sollten Patienten bestärken, sich selbst zu informieren. Zudem sollten Ärzte gute Infoquellen kennen und empfehlen, um Praxisbesuche und Krankenhausaufenthalte gezielt vor- oder nachzubereiten.
3. Patienten sollten offen mit ihrem Arzt über eigene Rechercheergebnisse sprechen.

Alle Ergebnisse sind in der Publikation SPOTLIGHT Gesundheit: Gesundheitsinfos zusammengefasst.

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