EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) betrifft auch Marketing, Kommunikation und Social Media

Von der neuen EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die ab dem 25. Mai 2018 europaweit in Kraft tritt, werden die Anforderungen an den Datenschutz erhöht und bei Verstößen können die Aufsichtsbehörden empfindliche Geldbußen verhängen. Gleichzeitig mit der DSGVO tritt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Kraft. Das BDSG regelt den Datenschutz allerdings nur soweit wie die DSGVO vorsieht, dass bestimmte Datenschutzbereiche auf nationaler Ebene geregelt werden dürfen oder müssen.

Ziele der DSGVO sind die Schaffung eines gleich hohen Datenschutzniveaus innerhalb der EU-Staaten und eine stärkere Kontrolle und Transparenz der Verarbeitung personenbezogener Daten.

Bereits seit 2016 liegt die neue Verordnung vor, die am 25. Mai 2018 unmittelbar in Kraft tritt. Unternehmen in Deutschland sollten eigentlich schon gut vorbereitet sein, bzw. mit dem Datenschutzmanagement weit fortgeschritten sein, denn schon das derzeitige Bundesdatenschutzgesetz stellt hohe Anforderungen an den Datenschutz in Deutschland. Doch jetzt, wenige Wochen vor Inkrafttreten der neuen Verordnung, finden sich immer mehr Beiträge auf allen Kanälen, die sich mit dem Thema der DSVGO beschäftigen. Am 14.03.2018 erschien jetzt ein Artikel im Handelsblatt „Warum der neue EU-Datenschutz zum Rohrkrepierer werden könnte“. Die Aussage ist, dass viele Unternehmen den neuen Regeln zum EU Datenschutz nicht „gewappnet“ sind. So äußert sich der Präsident des IT-Verbands Bitkom, Achim Berg, in diesem Artikel, dass es viele Unternehmen bis zum Stichtag nicht schaffen, alle Anforderungen der neuen Versordnung umzusetzen.

Die neue Datenschutz-Grundverordnung betrifft alle Unternehmensbereiche. So auch Marketing, Werbung, Kommunikation und Social Media. Mittlerweile gibt es eine Flut von Beiträgen, Hilfestellungen, White Papers und Checklisten. Ein Kurzpapier der DSK Datenschutzkonferenz befasst sich mit der Verarbeitung personenbezogener Daten für Werbung. Deutlich wird, dass die DSGVO weitereichende Herausforderungen im Bereich Marketing, Kommunikation und Social Media an Unternehmen stellt. Dies betrifft u.a. das Direktmarketing (online und offline), Tracking auf Websites, Browsereinstellungen, Online-Bestellservice, Social Media Profil, Messanger Dienste, internetbasierte Dienste für ein Bewerbermanagement. Darüber hinaus müssen die Verträge der Dienstleister auf DSGVO-Konformität geprüft werden.


Verordnung (EU) 2016/679 vom 27. April 2016

Berichtigung der Verordnung (EU) 2016/679 vom 27. Oktober 2016 (PDF)

Bundesdatenschutzgesetz neu

Leitlinien der Artikel-29-Gruppe

Datenschutz-Grundverordnung: Datenschutzkonferenz veröffentlicht Kurzpapiere zum neuen Datenschutzrecht

Handelsblatt, 14.03.2018, Warum der neue EU-Datenschutz zum Rohrkrepierer werden könnte

BFDI, Datenschutz-Grundverordnung: Datenschutzkonferenz veröffentlicht Kurzpapiere zum neuen Datenschutzrecht


Grafik, https://pixabay.com/de/fahne-europa-flagge-eu-europ%C3%A4isch-2608475/

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