EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und E-Mail-Marketing

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat auch Auswirkungen auf die Online-Marketing-Aktivitäten – so auch auf das E-Mail-Marketing. Ab dem 25. Mai 2018 gelten für alle Unternehmen, bzw. Absender von Online-News neue verbindliche Bestimmungen. E-Mail-Marketing muss dann DSGVO konform gestaltet werden. Mit der DSGVO werden neue Regeln aufgestellt. Zum einen muss der Nachweis der Einwilligung gespeichert und zum anderen das Recht auf Löschung personenbezogener Daten erfüllt werden.

Was heißt dies in der Praxis?
Zunächst sollten die internen Prozesse genau geprüft werden. Können Protokolle zeigen, bzw. dokumentieren, dass eine Einwilligung vorliegt und können klare Aussagen getroffen werden, in welchen Systemen, beispielsweise CRMs, die Kontakte gespeichert sind? Liegen keine Einwilligungen vor, bzw. sind diese nicht nachweisbar dokumentiert, müssten die Einwilligungen rückwirkend eingeholt werden, um DSGVO- konform zu sein. Deshalb ist es zu empfehlen, schon jetzt gemäß den Richtlinien der DSGVO zu arbeiten und die Prozesse entsprechend anzupassen.Jede E-Mail sollte einen Link zur Datenschutzerklärung beinhalten, die DSGVO-konform ist: klar, verständlich und transparent. Sie soll Auskunft geben über die Erfassung, Verarbeitung, Speicherung und Übertragung der Daten.

 

Quelle der Grafik,pixabay

 

B2B oder B2C: E-Mail-Marketing nur mit Einwilligung
Grundsätzlich gilt – egal ob im B2B oder B2C – E-Mails mit einem werblichen Inhalt dürfen nur nach Zustimmung versendet werden. Die Einwilligung muss zweckgebunden sein und ein Widerspruchsrecht beinhalten. Dabei wird nicht zwischen potentiellen Kunden und Bestandskunden unterschieden. Alte Kontakte sollten somit geprüft werden. Liegen keine Einwilligungen im Sinne der DSGVO vor, dürften diese auch nicht mehr verwendet werden. Dies heißt, dass bei solchen Kontakten eine neue Einwilligung eingeholt werden muss, möchte man diese Kontakte weiterhin ansprechen.Es gibt unterschiedliche „Mailing-Typen“, d.h. Mailings mit unterschiedlichen Inhalten: Einladungen zu Events, Newsletter, Angebote, Produktinformationen, etc. Es ist wichtig, dass man bei der Einwilligung auch diesen verschiedenen „Typen“ gerecht wird. Möchte man nicht nur Online seine Kunden anschreiben, sollte man in der Einwilligung auch weitere Kanäle berücksichtigen wie Post und Fax.

Double-Opt-In-Verfahren rechtssicher
Beim E-Mail-Marketing ist das Double-Opt-In-Verfahren nach DSGVO rechtsicher. Bei der Erfassung von E-Mail-Listen sind folgende Parameter nach DSGV wichtig: Zeitpunkt des Versands, die E-Mail-Adresse mit der Einwilligung zum Zeitpunkt des Versands.

Auswertungen hinterfragen
Auswertungen sind kritisch zu hinterfragen. Eine Auswertung von anonymisierten Daten darf durchgeführt werden. Dies heißt, dass eine E-Mail-Adresse nicht identifizierbar sein darf und  einer Person nicht konkret zugeordnet werden kann. Für personalisierte Auswertungen benötigt man eine Einwilligung der betroffenen Personen.

Externe Dienstleister-Syteme prüfen
Arbeitet man mit Mail-Dienstleistern sind diese als Datenverarbeiter zu betrachten. Hier muss geprüft werden, ob diese Anbieter ein DSGVO-konformes System anbieten. Auch sollte in der Datenschutzerklärung aufgenommen werden, dass über das Mail-System der Datenversand und das Tracking (Auswertung) erfolgt.

 


Die Europäische Kommission informiert:

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=uriserv:OJ.L_.2016.119.01.0001.01.DEU&toc=OJ:L:2016:119:TOC

http://ec.europa.eu/justice/smedataprotect/index_de.htm

https://ec.europa.eu/commission/priorities/justice-and-fundamental-rights/data-protection/2018-reform-eu-data-protection-rules_de

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